Taskforce Gebäudetechnik gegründet

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Sechs Zentralverbände haben anlässlich der ISH 2025 die „Taskforce Gebäudetechnik“ gegründet, um die Rolle der Klimahandwerke zu stärken.

Ein erstes Positionspapier formuliert Forderungen zu Fachkräfteentwicklung, fairen Strompreisen und einer beschleunigten Energiewende. Mit einer gemeinsamen Geschäftsstelle beim Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) in Berlin soll die Zusammenarbeit intensiviert und der politische Einfluss erhöht werden. 

Gründungsmitglieder der Taskforce Gebäudetechnik sind der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH), der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), der Bundesinnungsverband des Deutschen Kälteanlagenbauerhandwerks (BIV), der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV) sowie der Bundesverband Metall (BVM) als ständiger Gast. Die Geschäftsstelle Taskforce Gebäudetechnik wird beim Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) in Berlin eingerichtet. Die Verbände der Taskforce handeln gleichwertig und im Kompromiss. Geplant ist das die Gruppe sich zwei bis dreimal pro Monat austauscht.

Gemeinsame Stimme für mehr Schlagkraft
Die Taskforce hat sich vorgenommen, aktiv und agil am politischen Diskurs mitzuwirken und dabei Synergieeffekte fortzuführen. Das soll Gewerbeübergreifend durch eine transparente Landschaft zur Vernetzung passieren, um so wettbewerbsfähig zu sein.

Vertreter der neu gegründeten Taskforce betonten auf der ISH das Potenzial einer engeren Zusammenarbeit für eine starke Stimme aus dem Handwerk. So sollen Wissen und Ressourcen gebündelt und die gebäudetechnischen Handwerke in Gesetzgebungsprozessen frühzeitig eingebunden werden. Die Branche sieht sich als unverzichtbarer und agiler „Macher“ der Energiewende. Dabei sei gewerkeübergreifendes arbeiten immer wichtiger und fördere so Prozessinnovation im Markt.

Durch ihre gemeinsame Plattform möchten die Verbände das Vertrauen in die Energiewende stärken. Sie fordern verlässliche Regeln, um Investitionen und Innovationen anzukurbeln. Nur so, betonen sie, können Handwerksbetriebe optimal zur CO2-Reduzierung beitragen und die Wärmewende in Deutschland weiter voranbringen.

Stimmen aus den Verbänden
Vertreter der beteiligten Fachverbände unterstreichen die Bedeutung dieser Kooperation. So meint Dirk Bollwerk (ZVDH), dass "Gebäudetechnik und Gebäudehülle zusammen das Potenzial entfalten, um die Energiewende zu bewältigen”. Gleichzeitig betont Stefan Ehinger (ZVEH-Präsident) die Notwendigkeit klarer politischer Vorgaben und sieht in der Digitalisierung erhebliche Effizienzpotenziale. "Von der Bundesregierung erwarten wir ein Bekenntnis zum begonnenen Transformationsprozess". Auch Björn Sielaff (BIV-Bundesinnungsmeister) verweist auf die essenzielle Rolle neuer Technologien und politischer Vorgaben: “Um den CO2-Ausstoß in Deutschland zu reduzieren und die Energiewende voranzubringen, sind neue Technologien unerlässlich. Deren Installation erfordert qualifizierte Fachkräfte sowie verlässliche Rahmenbedingungen, die durch den Gesetzgeber geschaffen werden müssen”. Gleichzeitig sieht Michael Hilpert (ZVSHK-Präsident) sieht die Branche als treibende Kraft im Markt: "Unsere Gewerke sind die Macher und Umsetzer. Deshalb ist es gut und richtig, dass wir Kräfte bündeln und unsere Stärken gemeinsam ausspielen".
 

Pressemitteilung der Taskforce Gebäudetechnik